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Taschengeld oder besser als Lohn?

Found at: sdf.org:70/users/yargo/glog/t15278-taschengeld2.txt

            Nochmals: Taschengeld -- "gratis", oder besser als Lohn?

   Herzlichen Dank fuer alle die interessante Antworten auf meine Gedanken
   zu diesem Thema! Ich moechte euch eine kurze Zusammenfassung davon
   nicht vorenthalten.

   Hier nochmal kurz zur Erinnerung:

     Der Autor vertrat die Ansicht, Taschengeld sollte verdient und nicht
     einfach gegeben werden, dh es sollte gemeinsam bestimmt werden,
     wofuer ein Kind das Taschengeld erhaelt, welches somit eine Art Lohn
     darstellt.

   Einer meiner Leser hatte als Kind kein regelmaessiges Taschengeld
   erhalten, sondern konnte mit den Eltern ueber die Anschaffung von
   gewuenschten Dingen diskutieren und erhielt dann allenfalls Geld dafuer
   gesprochen. Zudem gab es gelegentlich Geldgeschenke zur freien
   Verfuegung. Wichtig sei die Vermittlung von Werten, dann sei das
   Erlernen des Umgangs mit Geld eher ein technisches Problem. Es sei auch
   besser, ausserhalb der Familie nach Verdienstmoeglichkeiten fuer Kinder
   zu suchen.

   Mehrere Leute sagten, es sei wichtig, Kindern den geplanten Umgang mit
   Geld zu vermitteln, im Sinne von Sparzielen oder eines Budgets. Dazu
   koenne auch ein regelmaessiges aber nicht allzu grosses Taschengeld
   dienen, da man damit gute und schlechte Erfahrungen im Hinblick auf
   Sparziele und Verschwendung machen kann.

   Allgemein wird als wichtig angesehen, den Unterschied zwischen Werten
   und Geld zu lehren. Taschengeld wird teilweise auch als erzieherisches
   Instrument verwendet, beispielsweise durch Entzug bei groben
   Verstoessen gegen die Regeln in der Familie.

   Am verbreitetsten scheint die Loesung mit regelmaessigem aber eher
   geringem Taschengeld zu sein, das bei zusaetzlichen Leistungen auch mal
   aufgestockt werden kann (bei Hilfe im Haushalt, jedoch eher nicht als
   Belohnung fuer schulische Erfolge und dergleichen). Dies ermoegliche,
   bereits innerhalb der Familie zu lernen, dass man Geld nur verdienen
   kann, wenn man etwas Wertvolles oder Nuetzliches anzubieten hat. Die
   grundsaetzliche Mithilfe im Haushalt wird aber von niemandem mit einem
   regelmaessigen Taschengeld verbunden; alle finden, dass die Kinder
   lernen sollten, gewisse Arbeiten fuer die Allgemeinheit als
   selbstverstaendlich anzusehen und keinen materiellen Lohn dafuer zu
   erwarten.

   Wir mussten uns inzwischen auch fuer ein Verfahren entscheiden, da
   unser erstes Kind in die Schule gekommen ist, und unsere Wahl fiel auf
   "regelmaessige kleine Betraege" und zwar ein Franken pro Woche.

   Auch uns schien es sinnvoll, den Umgang mit Geld zu ermoeglichen, ohne
   sofort Forderungen dafuer zu stellen. Forderungen waeren erst
   vernuenftig, wenn das Kind den Wert des Geldes versteht, aber dazu
   muesste man sicher noch ein Jahr warten; die meisten Schulkinder
   erhalten jedoch bereits Taschengeld. Vielleicht werden wir spaeter
   einen Anteil bestimmen, der von Gegenleistungen abhaengt.

   So haben auch wir uns fuer eine einfache Loesung entschieden -- aber
   das kann man ja auch wieder aendern, wenn sie sich nicht als gut
   erweisen sollte!

   .:.
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                                In eigener Sache

   Da ich die erste Mitteilung zu diesem Thema an euch alle gesendet
   hatte, habe ich mir erlaubt, diese Reprise ebenfalls so zu verteilen.
   Weil aber viele von euch mehr als genug E-Mails bekommen duerften,
   werde ich es damit bewenden lassen -- ihr koennt selbstverstaendlich
   jederzeit [1]auf meiner Webseite nachsehen, ob es einen neuen Eintrag
   gab.

   Wer aber interessiert ist, zukuenftige Beitraege (zu irgendwelchen
   Themen) direkt per E-Mail zugestellt zu bekommen, moege mir **bitte
   kurz antworten.** Ich nehme dann die E-Mail-Adresse in den normalen
   Verteiler auf.

References

   1. http://yargo.sdf.org/blog/list.html


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